Aktuelles

Sobald es interessante Neuigkeiten gibt, werde ich an dieser Stelle berichten.

Anpassung der Förderrichtlinien beim BAFA:

   

Die Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) - Einzelmaßnahmen (BEG EM) wird mit sofortiger Wirkung wie folgt geändert (Auszug):

Die Kreditförderung wird gestrichen.

Für Maßnahmen an der Gebäudehülle, Anlagentechnik außer Heizungen sowie Optimierung von Heizungen

beträgt der Fördersatz 15%.

Für Biomasseheizungen beträgt der Fördersatz 10%.

Für Wärmepumpen beträgt der Fördersatz 25%. Es wird ein zusätzlicher Bonus von 5% gewährt, wenn als

Wärmequelle Wasser, Erdreich oder Abwasser erschlossen wird.

Für den Austausch von funktionstüchtigen Öl-, Kohle- und Nachtspeicheröfen wird ein Bonus von 10

Prozentpunkten gewährt.

Für den Austausch von funktionstüchtigen Gasheizungen wird ein Bonus von 10 Prozentpunkten gewährt,

wenn deren Inbetriebnahme zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens 20 Jahre zurückliegt.

Die Förderung des EH / EG 100 inclusive der EE- und NH-Klasse wird gestrichen.

Abweichend von o. g. Regelung können Anträge für die BEG EM Zuschussförderung beim BAFA bis zum Ablauf des 14.August 2022 (24 Uhr) nach den bislang geltenden Bestimmungen gestellt werden, jedoch begrenzt auf einen Antrag pro Antragsteller.

 

Der ganze Text und weitere Veränderungen können nachgelesen werden im Bundesanzeiger, Bekanntmachung vom 25.07.2022 (Bundesministeríum  für Wirtschaft und Klimaschutz, Bekanntmachung Änderung von Richtlinien vom 21.07.2022)

04.08.2022

 

                                                                                                

Anpassung der BEG Förderung bei der KfW:

   

Die Bundesregierung hat die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) am 28.07.2022 angepasst. 

 

Die Programmvarianten "BEG Wohngebäude Kredit Einzelmaßnahme" (262) und  "BEG Wohngebäude Zuschuss Effizienzhaus" (461) werden mit sofortiger Wirkung eingestellt.

 

Der Kreditbetrag bzw. die Höchstgrenze der förderfähigen Investitionskosten in der Zuschussförderung für das Effizienzhaus 40 NH wird von 150.000 Euro auf 120.000 Euro pro Wohneinheit und Vorhaben abgesenkt. Der Tilgungszuschuss wird von 12,5% auf 5% reduziert.

 

Die Förderung für das Effizienzhaus /Effizienzgebäude 100, 100 EE und 100 NH wird eingestellt.

 

Die Tilgungs- und Investitionszuschüsse für die Sanierung zum Effizienzhaus / Effizienzgebäude werden abgesenkt, aber im Gegenzug deutliche Zinsvergünstigungen gewährt. In der Kreditförderung (261, 263 und 264) beträgt die Höhe des Tilgungszuschusses:

- EH / EG 40:  20%

- EH / EG 55:   15%

- EH / EG 70:   10%

- EH / EG 85:     5%

 

Die Gewährung eines Bonus für eine umfassende Komplettsanierung (262 und 264) im Rahmen eines iSFP (individueller Sanierungsfahrplan) wird eingestellt.

04.08.2022

 

                                                                                              

 

Geplante Änderung des GEG (GebäudeEnergieGesetz):

   

Die Länder haben in der Bundesratssitzung am 8. Juli 2022 der sehr kurzfristig vom Bundestag entschärften Änderung des Gebäudeenergiegesetzes zugestimmt. Neubaustandard ab 2023 wird nun ein „Primärenergie-EH55“.

Keine Verschärfung der Hüllanforderungen

Die Bundesländer  haben zugestimmt, dass sich der Mindeststandard für Neubauten ab 2023 nicht wie in der Formulierungshilfe der Bundesregierung vorgesehen am ausgelaufenen BEG-Förderstandard Effizienzhaus 55 orientiert, sondern sich die „55“ nur noch auf den zulässigen Primärenergiebedarf des Referenzgebäudes bezieht. Eine offizielle Bezeichnung hat sich für das „Primärenergie-EH55“ noch nicht herauskristallisiert.

 

Die GEG-Änderungen treten am Tag nach der Verkündung des Gesetzes im Bundesanzeiger in Kraft.

12.07.2022

 

                                                                                                                                                                                                                 

Neubauförderung ab dem 20.04.22 wieder möglich:

   

Die Förderung für den Neubau von Wohn- und Nichtwohngebäuden wird für private und gewerbliche Antragssteller nur noch als Kreditvariante angeboten, die Zuschussvariante kann nur noch von Kommunen (Programm 464) und von Betroffenen des Hochwassers 2021 genutzt werden.

Das Effizienzhaus/-gebäude 40 wird nur dann gefördert wenn eine EE- oder NH-Klasse oder bei Wohngebäuden die Plus-Klasse erreicht wird. Das reine Effizienzhaus/-gebäude 40 wird nicht mehr gefördert.

Zudem können ab dem 20.4. im Neubau nur noch erneuerbare Wärmeerzeuger mitgefördert werden. Mit Gas betriebene Wärmeerzeuger werden nicht mehr mitgefördert, dürfen aber weiterhin im Gebäude eingesetzt und in der energetischen Bilanzierung angesetzt werden.

Die Höhe des Tilgungszuschusses wird halbiert und beträgt für:

  • Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 EE - 10 %

  • Effizienzhaus/Effizienzgebäude 40 NH - 12,5 %

  • Effizienzhaus 40 Plus - 12,5 %

Die Höhe der förderfähigen Kosten bzw. des maximalen Kreditbetrages bleibt unverändert, also 150.000 € je Wohneinheit und bei Nichtwohngebäuden 2.000 €/m² NGF (max. 30 Mio. € pro Vorhaben).

  

10.04.2022

                                                                                                 

Neuigkeiten zur KfW-Neubauförderung ab 24.01.2022:

Die Bewilligung von Anträgen nach der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der KfW wird mit sofortiger Wirkung mit einem vorläufigen Programmstopp belegt. Endgültig eingestellt wird die Neubauförderung des Effizienzhauses/Effizienzgebäudes 55 (EH55), die ohnehin zum Monatsende ausgelaufen wäre. Die enorme Antragsflut im Monat Januar insbesondere für Anträge für die EH55 Neubauförderung hat die bereit gestellten Mittel deutlich überstiegen. Angesichts der vorläufigen Haushaltsführung musste die KfW das Programm daher heute mit sofortiger Wirkung stoppen.

24.01.2022

  

                                                                                                                      

    

Einstellung der Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 zum 01.02.22:

 

Die Gebäudeförderung leistet einen wichtigen Beitrag für die Transformation hin zu einem klimaneutralen Gebäudebestand und zum Erreichen unserer ambitionierten Klimaschutzziele. Die Gebäudeförderung wirkt und wird vor allem im Neubaubereich sehr gut angenommen, das zeigen die Rekordzahlen 2021.
 

Die Bundesregierung hat deshalb am 22.09.2021 beschlossen, die für die Gebäudeförderung bereitgestellten Mittel für 2021 nochmals um 11,5 Milliarden Euro auf insgesamt bis zu 18 Milliarden Euro zu erhöhen. Gleichzeitig hat sich die Bundesregierung dafür ausgesprochen, die bestehende Fördersystematik der BEG mit Blick auf die Fördereffizienz hin zu überprüfen und anzupassen. Dies bedeutet, dass vorhandene Fördermittel gezielt dort eingesetzt werden sollen, wo Treibhausgas-Minderungen zur Erreichung der Sektorziele am notwendigsten sind und einen größtmöglichen, sichtbaren Beitrag zur Emissionsminderung leisten. Dem Grundsatz größtmöglicher wirtschaftlicher Mittelverwendung folgend, sollen mithin vorrangig solche Maßnahmen gefördert werden, die möglichst hohe CO2-Einsparungen generieren. Damit wird in Zukunft weniger die Förderung von energieeffizienten Neubauten als vielmehr die Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen wie z. B. ganzheitliche Sanierungen sowie energetische Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik von Bestandsgebäuden im Fokus stehen. Ziel der Bundesregierung ist auch weiterhin eine nachhaltige und langfristig verlässliche Förderkulisse im Gebäudebereich.

 

Bisher entfielen in 2021 rund 50 Prozent der zugesagten Fördermittel auf Neubauten, auf die Einstiegs-Förderstufe im Neubau Effizienzhaus/-gebäude 55 alleine sind es etwa ein Drittel. Selbst ambitionierte Neubauten haben jedoch aufgrund der bestehenden ordnungsrechtlichen Mindestanforderungen eine geringere Treibhausgas-Einsparung als energetische Sanierungen. Die Fördereffizienz (jährliche CO2-Einsparung je Fördereuro) ist bei der energetischen Sanierung deutlich höher als im Neubau, weshalb der Fokus auf die Förderung von Sanierungen und hocheffiziente Neubauten verstärkt werden soll.

Zudem hat sich das Effizienzhaus/-gebäude 55 am Markt als Neubaustandard weitgehend durchgesetzt. Aufgrund steigender Kosten für fossile Brennstoffe und den technologischen Weiterentwicklungen ändert sich die Wirtschaftlichkeit von Neubauten in Bezug auf den angestrebten energetischen Standard. Das Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 stellt deshalb mittlerweile in vielen Fällen die wirtschaftlichste Art des Neubaus dar und wird auf dem Markt oft als „unterster“ Standard angeboten.

Daher werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ab dem 01.02.2022 in den Programmen 261/263/264 sowie 461/463/464 die Förderstandards:

  • Effizienzhaus/-gebäude 55,

  • Effizienzhaus/-gebäude 55 Erneuerbare Energien,

  • Effizienzhaus/-gebäude 55 Nachhaltigkeit im Neubau

 

nicht mehr angeboten und die Förderung auf Bestandssanierungen und besonders energieeffiziente Neubaustandards fokussiert.

Für die Neubau-Förderstandards Effizienzhaus/-gebäude 55, Effizienzhaus/-gebäude 55 Erneuerbare Energien, Effizienzhaus 55 Nachhaltigkeit können Sie noch bis einschließlich 31.01.2022 Anträge stellen.

05.11.2021, Quelle: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin

 

Wichtig: Es ist zu empfehlen, dass wegen der zu erwartenden Auftragsflut alle noch zu stellenden Anträge bis spätestens eine Woche vor  Abgabefrist  (31.01.2022) bei den Kreditinstituten bzw. Förderbanken einzureichen!

                                                                        

 

Elektromobilität:

Das "Gesetz zur Bereitstellung flächendeckender Schnellladeinfrastruktur für reine Batterieelektrofahrzeuge", kurz Schnellladegesetz (SchnellLG), ist vom Bundestag verabschiedet worden. Mit diesem Gesetz schafft das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) die Rechtsgrundlage für den gezielten Ausbau eines deutschlandweiten Netzes von Schnellladepunkten. Mit 1.000 zusätzlichen Schnellladehubs soll ein engmaschiges Schnellladeinfrastruktur-Netz entstehen, das garantiert, dass die Nachfrage bei steigenden Zulassungszahlen von E-Fahrzeugen auch zu Spitzenzeiten und an bisher unwirtschaftlichen Standorten gedeckt werden kann. 

  

01.09.2021

                                                                        

 

Steuerermäßigung:

Das Einkommensteuergesetz (EStG) regelt die Details im § 35c (Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden). Dank der steuerlichen Förderung können Eigentümer die Kosten für energetische Einzelmaßnahmen an ihrem Haus drei Jahre lang anteilig von  der Steuer absetzen. Dabei lohnt es sich, zunächst den Wärmeschutz der Gebäudehülle "unter die Lupe" zu nehmen. Wer seine Dächer, Wände oder Geschossdecken dämmt - beispielsweise mit Mineralwolle, d. h. Glaswolle oder Steinwolle - kann in dem Jahr, in dem die Maßnahme stattfindet und zwei Jahre danach insgesamt 20 Prozent der Kosten von der Steuer absetzen. Bei einer maximalen Investitionssumme von 200.000 Euro ergibt das bis zu 40.000 Euro Steuervorteile.

01.09.2021